Qualität für ein Leben nach einer Bauchspeicheldrüsenoperation
Selbsthilfetag mit Arzt-Patienten-Seminar in der Henriettenstiftung Marienstrasse ,18. Juni 2005, 10.00 Uhr / Fragen der Therapie und der Ernährung im Zentrum / Kooperation mit dem Arbeitskreis der Pankreatektomierten
Zu einem Selbsthilfetag der Menschen mit Bauchspeicheldrüsenerkrankungen laden die Selbsthilfegruppe der Betroffenen und die Henriettenstiftung ein. Die Informationsveranstaltung findet statt am Sonnabend, 18. Juni 2005, von 10.00 bis 15.00 h in der Henriettenstiftung, Marienstraße. Behandelt werden Fragen, wie die Betroffenen mit den Folgen einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung bzw. nach einer Operation an der Bauchspeicheldrüse umgehen können. Neben Ernährungstipps und hilfreichen Medikamenten werden die verschiedenen medizinischen Therapien dargestellt. So berichtet der Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie, Professor Dr. Joachim Jähne, über die neuesten Entwicklungen in der chirurgischen Behandlung, der niedergelassene Krebsspezialist, Dr. Bernd Gaede, über die Chemotherapie und der Chefarzt der Psychosomatischen Klinik, Dr. Wolfgang Kämmerer, über die Gesichtspunkte der psychoonkologischen Betreuung. Zu Ernährungsfragen und der notwendigen Einnahme von Verdauungsenzympräparaten wird Dr. Konstantinos Pirilis von der Firma Solvey AG sprechen. Eingeladen sind Betroffene und Interessierte. Veranstalter sind die Henriettenstiftung, Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie mit Prof. Jähne als Chefarzt, und der Arbeitskreis der Pankreatektomierten e.V. mit Ingrid Klenner als Leiterin der Regionalgruppe für den Raum Hannover. In Deutschland steigt die Zahl der Pankreaserkrankungen kontinuierlich an. An Bauchspeicheldrüsenkrebs erkranken jährlich ca. 13.000 Menschen. In den vergangenen Jahren hat sich sowohl die operative Behandlung der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung wie auch der Operation wegen Bauchspeicheldrüsenkrebs kontinuierlich verbessert. So können bösartige Tumoren in zunehmendem Maße durch eine teilweise oder vollständige Entfernung der Drüse behandelt werden. Wünschenswert, so Fachleute, ist eine frühzeitige Operation. Die Komplikationsraten nach diesen Eingriffen konnten in den vergangenen Jahren deutlich gesenkt werden. Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs ist in vielen Fällen zusätzlich eine Chemotherapie notwendig. Die heute eingesetzten Chemotherapeutika zeigen eine gute Ansprechrate und sind deutlich verbessert hinsichtlich ihrer Verträglichkeit und Wirksamkeit. Deshalb bieten sie heute mehr Lebensqualität bei gleichzeitig lebensverlängernder Wirkung. Die psychische Belastung der Patientinnen und Patienten steht ebenso im Mittelpunkt der Tagung. Denn die seelische Beanspruchung ist sehr hoch. Das gilt nicht nur bei der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung, sondern besonders auch bei den bösartigen Erkrankungen. Dadurch entstehen belastende Situationen, etwa durch die grundlegenden Fragen nach dem Leben und die gesundheitlichen Einschränkungen während der Therapien. Diese belastenden Situationen können die modernen Möglichkeiten der psychosomatischen Behandlung durchaus befriedigend lösen. Bei der Bewältigung der Folgen einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung ist die Selbsthilfe durch Betroffene sinnvoll und notwendig. Der Arbeitskreis der Pankreatektomierten besteht seit 1976, wobei dieser Arbeitskreis neben Arzt-Patienten-Seminaren auch Gruppentreffs
veranstaltet, wo sich Betroffene über die Erkrankung austauschen und sich gegenseitig Ratschläge geben können. Weitere Informationen: Vorsteher Landessuperintendent Dieter Zinßer, Telefon (0511) 289-2210, Prof. Dr. med. Joachim Jähne, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie der Henriettenstiftung, Tel. (0511) 289-2101; Arbeitskreis der Pankreatektomierten e.V., Ingrid Klenner, Liebigstr. 86, 30982 Pattensen, Tel. 05101-855 868, (e-mail: ingrid.klenner@t-online.de); Joachim Döring, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. (0511) 289-2307 (e-mail: Joachim.Doering@Henriettenstiftung.de).

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