AdP e.V. – Newsletter – Dezember 2019

Liebe AdP – Mitglieder, liebe Angehörige, werte Unterstützer und Kooperationspartner, 

zusammen mit Ihnen können wir auf ein sehr erfolgreiches AdP-Selbsthilfejahr zurückblicken. Auch in diesem Jahr konnte sich der Arbeitskreis der Pankreatektomierten zu einem geschätzten Selbsthilfenetzwerk weiterentwickeln. Pünktlich zum Jahresende erhalten Sie hiermit die vierte Ausgabe des Newsletters „ImPuls“ in 2019, wobei das Redaktionsteam hofft, wieder interessante Themen aufgegriffen zu haben. 


Welt-Pankreaskrebstag am 21. November 2019
–  AdP deutschlandweit beteiligt –

Zum sechsten Mal fand im November der weltweite Aktionstag zum Bauchspeicheldrüsenkrebs statt. Die US-Organisation „World Pancreatic Cancer Coalition (WPCC)“ richtet seit 2014 diese Kampagne aus. Über 70 Organisationen aus 30 Ländern engagieren sich im WPCC.

Mit dem Welt-Pankreaskrebstag (WPCD) möchten die Organisatoren die Öffentlichkeit für Bauchspeicheldrüsenkrebs sensibilisieren. Ihr Ziel: die Aufmerksamkeit auf die Symptome und Risiken von Bauchspeicheldrüsenkrebs zu lenken und darauf hinzuweisen, wie wichtig eine frühzeitige Diagnose für die Überlebenschancen von … .


Welt-Pankreaskrebstag am 21. November 2019

Der Arbeitskreis der Pankreatektomierten e.V. (AdP) ist Mitglied im WPCC und organisiert jedes Jahr rund um den Aktionstag bundesweit Aktionen und Veranstaltungen. 

Angestrahltes Klinikum in Dresden

 

Aktionen in Dresden…

So setzte das Uniklinikum Dresden gemeinsam mit dem AdP zum dritten Mal ein Zeichen der Hoffnung in lila. Gemeinsam mit der Dresdner Philharmonie veranstaltete das Uniklinikum eine Lichtaktion: Der Kulturpalast in Dresden erstrahlte auch in lila. 


…in Rüdesheim… 

Niederwalddenkmal in Rüdesheim
Niederwalddenkmal in Rüdesheim

Ein besonderes Lichtspektakel fand auch im Rheingau statt: Das Niederwalddenkmal in Rüdesheim wurde in lila erstrahlt. „Das Nie-derwalddenkmal wird der hessische Beitrag in dieser Leuchtkette rund um den Erdball sein, mit der ein Zeichen im Kampf gegen den Bauchspeicheldrüsenkrebs gesetzt wird“, teilte die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper mit. 


Wahrzeichen Lübecker Tor
Wahrzeichen Lübecker Tor

…in Lübeck… 

Auch fand in den Media Docks der Hansestadt Lübeck der 1. Welt-pankreaskebstag (WPCD) statt. 

Dort richtete die Chirurgie der Universitätsklinik Schleswig-Holstein, unter der Leitung von Prof. Dr. med. Tobias Keck, in Kooperation mit dem AdP e. V., den diesjährigen WPCD aus. Für den AdP nahm Vorstandsmitglied Birgit Fricke teil. An diesem Tag wurde wieder einmal ein Zeichen gesetzt – für alle Menschen, die an der Bauchspeicheldrüse erkrankt sind!
Trotz der kalten Temperaturen war die Resonanz überragend und durchweg positiv. Über 70 Patienten, Angehörige und Interessenten ließen es sich nicht nehmen, der Einladung zu folgen und zu der Veranstaltung nach Lübeck zu kommen. Am Ende des wissenschaftlichen Teils der Veranstaltung wurde ein Betroffener auf Englisch von Dr. Sandini … . 


Viele Teilnehmer kamen zum Aktionstag in Mainz
Viele Teilnehmer kamen zum Aktionstag in Mainz

…und in Mainz 

Auch im Kath. Klinikum Mainz (KKM) fand eine Sonderveranstaltung statt. 

Bei dem im Mainz stattgefundenen Event traten namhafte Mediziner und Persönlichkeiten wie Prof. Dr. Heintz (KKM) und Bettina Skottke, PD Dr. Hartmann (KKM), Dr. Ehlert (UCT Mainz Sportmedizin), Dr. Klabunde von der deutschen Pankreashilfe e.V. und der AdP e.V. Regionalgruppenleiter Ansgar Geilich auf. Die Veranstaltung war mit fast 200 Besuchern überaus … .


Gesundheits- und Sozialpolitik 

Bewegungstherapie bei Krebs Neue Empfehlungen für Ärzte und Betroffene –

Betroffene sollen Inaktivität meiden
Betroffene sollen Inaktivität meiden

Krebspatienten können vor, während und nach einer onkologischen Behandlung von einer gezielten Bewegungstherapie profitieren. Ein internationales Kon-sortium unter Beteiligung des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg hat jetzt die verfügbaren Daten zur Wirksamkeit von Sport und Bewegung bei Krebs ausgewertet und Empfehlungen für Ärzte und Betroffene veröffentlicht. 

„Trotz dieser positiven Erkenntnisse sind Bewegungsangebote für Krebspatienten in der Nachsorge noch längst nicht überall in Deutschland vorhanden und auch in den Leitlinien zur Nachsorge einzelner Krebsarten nur unzureichend verankert“, so Joachim Wiskemann, Sportwissenschaftler und Leiter der Arbeitsgruppe Onkologische Sport- und Bewegungstherapie am NCT Heidelberg … .


Neue Studie  – Sind krebskranke Migranten gut versorgt? –

„Migrant ist nicht gleich Migrant“
„Migrant ist nicht gleich Migrant“

Wissenschaftler wollen herausfinden, wie sich die psychoonkologische Versorgung von Patien-ten mit Migrationshintergrund und ihren Ange-hörigen verbessern lässt. 

Die gezielte Befragung von Betroffenen soll zei-gen, welche Unterstützung Krebspatienten aus verschiedenen Regionen und Kulturen sich wün-schen und wie Ärzte den jeweiligen Versorgungs-bedarf ermitteln können. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf Patienten aus dem außer-europäischen Raum.
Über die spezifischen Bedürfnisse 


Bundestag Neues Digitalisierungsgesetz für das Gesundheitswesen beschlossen 

„Wildwest“ bei Gesundheits-Apps wird offenbar beendet
„Wildwest“ bei Gesundheits-Apps wird offenbar beendet

Der Bundestag hat Anfang November über den von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf für das nicht im Bundesrat zustimmungspflichtige Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) beraten. Der Gesetzentwurf wurde angenommen.
Die wichtigsten Regelungen: Mit dem Gesetz sollen gesetzlich Versicherte künftig Gesundheits-Apps auf Rezept beziehungsweise Verordnung erhalten, die das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zuvor auf Funktion, Qualität, und Datensicherheit geprüft hat. Die Telematikinfrastruktur (TI) als Datenautobahn für das Gesundheitswesen wird weiter ausgebaut. So werden Apotheken und Krankenhäuser verpflichtet, sich an die TI anzuschließen. 

Ärzte, die sich weiterhin nicht an das sichere Datennetz anschließen wollen, werden mit einem Honorarabzug von 2,5 Prozent ab dem 1. März 2020 sanktioniert. Krankenkassen können die Entwicklung digitaler Innovationen fördern. 


Medizin 

Deutsche Krebshilfe fördert Methadon-Therapiestudie
Mögliches Potential wird erstmals unter klinischen Bedingungen untersucht 

Erstmals klinische Studie zu Methadon
Erstmals klinische Studie zu
Methadon

In den letzten Jahren ist das Schmerzmittel Methadon als vermeintlich vielversprechendes Krebsmedikament in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten. Jedoch liegen bisher noch keine belastbaren Daten für den Einsatz in der klinischen Praxis vor. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Ulm wollen nun in einer Therapiestudie feststellen, ob Methadon bei Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs wirksam ist. Damit wird der Wirkstoff erstmals unter klinischen Bedingungen untersucht. Die Deutsche Krebshilfe fördert die Studie mit 1,6 Millionen Euro. 

Eingeschlossen in die Studie werden Patienten mit bereits metastasiertem Darmkrebs, bei denen die Chemotherapie nicht mehr anschlägt. „Die Krebszellen nehmen die Medikamente nicht mehr auf, sie sind widerstandsfähig geworden. Unsere Hypothese ist, dass Methadon den Tumor wieder empfindlich für die Chemotherapeutika macht 


Chronische Pankreatitis  – Das „Wann“ und „Wo“ sind entscheidend 

– von PD Dr. I. Ekin Demir, Prof. Dr. Helmut Friess – 

Die Bauchspeicheldrüse
Die Bauchspeicheldrüse

Die chronische Entzündung der Bauchspeichel-drüse, auch als chronische Pankreatitis (CP) be-kannt, stellt eine große Herausforderung für die betroffenen Patienten, aber auch für die behan-delnden Ärzte dar. Die Erkrankung kann als eine Folge von immer wiederkehrenden akuten Ent-zündungsschüben im Pankreas betrachtet wer-den, wobei diese Entzündungsschübe nicht im-mer von den Patienten wahrgenommen wer-den. Eine CP kann sich auch als eine subtile Er-krankung über eine längere Zeit, zum Beispiel auch über mehrere Jahrzehnte entwickeln. Ein Hauptproblem dabei ist, dass der Entstehungs-mechanismus dieser Erkrankung bis heute trotz intensiver medizinischer Forschung nicht verstanden ist. 

Einige klassische Risikofaktoren für die Entstehung einer chronischen Pankreatitis sind weit bekannt: hierzu zählen insbesondere ein überdurchschnittlicher Alkoholkonsum, sowie, wie in den letzten Jah-ren überzeugend gezeigt werden konnte, das Rauchen … 


Aus dem Verband 

Große Resonanz beim Patientenforum  – von Friedhelm Möhlenbrock – 

Erstmals seit vielen Jahren hat der AdP in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Fulda zu einem Informations-Abend nach Fulda eingeladen. Der AdP hat nun erfreulicher-weise wieder einen AdP – An-sprechpartner für diese Region. Schon seit einiger Zeit kümmert sich Henning Heilmann intensiv um die Belange der Bauchspeicheldrüsenerkrankten und deren Angehörige. 

Bereits im Vorfeld hat Herr Heilmann Kontakt zu den AdP-Mitgliedern aufgenommen und sich in der Kliniklandschaft in Fulda-Bad Hersfeld-Marburg-Wetzlar und Umgebung umgesehen, um in Zukunft mit diesen Kliniken zusammenzuarbeiten bzw. die bisherigen Kontakte zu Medizinern zu intensivieren 


Barbara Hübenthal verlässt Vorstand zum Jahresende 

Lutz Otto mit Barbara Hübenthal
Lutz Otto mit Barbara Hübenthal

Andrea Reih übernimmt ihre Funktion der 2. stellv. Vorsitzenden 

Bedauerlicherweise wird Barbara Hübenthal nach zehn Jahren aus dem Vorstand ausscheiden. Sie hat sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Sie wird sich jetzt primär wieder ihrer Gruppenleitung in Berlin widmen. Aus gesundheitlichen Gründen ist für sie eine Doppelbelastung unmöglich. Der Vorstand dankt Barbara Hübenthal für ihre Vorstandstätigkeit von ganzem Herzen. 


Prof. Dr. Helmut Friess (l.) folgt auf Prof. Dr. Michael Poll
Prof. Dr. Helmut Friess (l.) folgt auf Prof. Dr. Michael Poll

Prof. Dr. Helmut Friess ist neuer Vorsit-zender des Wissenschaftlichen Beirates
Langjähriger Vorsitzender Prof. Dr. Michael Poll gibt Vorsitz ab 

Prof. Dr. Michael Poll hat nach über 14 Jahren den Vorsitz im Wissenschaftlichen Beirat an Pro-fessor Dr. Helmut Friess, Klinik und Poliklinik für Chirurgie, Technische Universität München, über-geben. 

Der AdP ist Prof. Poll für seine langjährige Unterstützung äußerst dankbar und wünscht Professor Friess alles Gute für seine neue Aufgabe. 


… Lust auf mehr?

Mitglieder des AdP e. V. bekommen „ImPuls – den Newsletter“ topaktuell in schriftlicher Form und / oder in digitaler Version als E-Mail zugesendet.

Ein weiterer Grund mehr für eine Mitgliedschaft im AdP e. V. – Bauchspeicheldrüsenerkrankte – Anmeldung zur AdP-Mitgliedschaft

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