Hände Newsletter

AdP e.V. – Newsletter – September 2017

  • Ist Methadon eine Option für Patienten mit Pankreaskarzinom?  
  • Allianz für Gesundheitskompetenz gegründet 
  • Die akute Pankreatitis – Ein interdisziplinäres Krankheitsbild
  • Lebensqualität trotz Leben ohne Bauchspeicheldrüse

Aktuelle Verbandsnachrichten und Meldungen rund um Bauchspeicheldrüsen(krebs)erkrankungen

Liebe Mitglieder des AdP e. V. – Bauchspeicheldrüsenerkrankte,
wir freuen uns sehr, Ihnen ab sofort viermal im Jahr einen Newsletter mit aktuellen Meldungen, Informationen und Verbandsnachrichten zu Bauchspeicheldrüsenkrebs und allen anderen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse anbieten zu können. Bitte teilen Sie uns unter bgs@adp-bonn.de mit, ob Sie den Newsletter als Print- oder Online-Version beziehen möchten.

Sollten wir Ihrerseits keine Rückmeldung erhalten, haben Sie bitte Verständnis, dass wir Sie aus dem Verteiler nehmen.

Mitglieder des AdP e. V. bekommen „ImPuls – den Newsletter“
topaktuell in schriftlicher Form und / oder in digitaler Version als E-Mail zugesendet.

Ein Grund mehr für eine Mitgliedschaft im AdP e. V. – Bauchspeicheldrüsenerkrankte – Anmeldung zur AdP-Mitgliedschaft

Ihr ImPuls-Redaktionsteam – Lutz Otto, Beate Hahn und Brigitte Papayannakis

 
 

Ist Methadon eine Option für Patienten mit Pankreaskarzinom?  

Dr. Susanne-Weg-Remers
Dr. Susanne-Weg-Remers
– von Dr. Susanne Weg-Remers, Heidelberg –  Patienten mit Pankreaskarzinom sind in einer schwierigen Situation, weil Therapieansätze, die ein Fortschreiten der Erkrankung verhindern sollen, meist bereits binnen kurzem ausgeschöpft sind. So ist es gut verständlich, dass die jüngste Berichterstattung zu Methadon viel Aufmerksamkeit erregt hat. „Wäre Methadon in meiner Situation noch eine Möglichkeit?“ „Kann Methadon die Wirkung meiner Chemotherapie verstärken?“ Diese und ähnliche Fragen erreichen derzeit den AdP e.V. und auch den Krebsin-formationsdienst nahezu täglich. Doch ist Methadon wirklich ein neues Wundermittel?  Experten warnen vor falschen Hoffnungen  Methadon ist ein Medikament aus der Gruppe der Opioide mit morphinähnlicher Wirkung. Es zählt zu den Betäubungsmitteln und muss mit einem speziellen Rezeptformular verschrieben werden. Zur Schmerztherapie oder als Ersatz bei Heroinabhängigkeit darf es laut Zulassung verordnet werden. Eine Zulassung für die Tumortherapie besteht nicht.  Als Medikament gegen Krebs befindet sich Methadon in einem sehr frühen Stadium der klinischen Entwicklung. Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in Zellkulturen und Tiermodellen weisen darauf hin, dass Methadon beispielsweise das Wachstum von Leukämiezellen (Blutkrebs) …

Allianz für Gesundheitskompetenz gegründet 

Hermann Gröhe
Bis 2018 soll ein Nationales Gesundheitsportal mit vertrauenswürdigen und unabhängigen Gesundheitsinformationen entwickelt werden. Auf Initiative des Bundesgesundheitsministerums ist in Berlin eine „Allianz für Gesundheitskompetenz“ gegründet worden. Ziel ist es, Maßnahmen für ein besseres Gesundheitswissen zu entwickeln und umzusetzen. Zu der Allianz gehören die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der GKV-Spitzenverband, der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), die Bundesärztekammer, die BAG Selbsthilfe sowie weitere zehn Partner Die wichtigsten Handlungsfelder der Allianz sollen die Verbesserung der Gesundheitsbildung, gute Gesundheitsinformationen und Entscheidungshilfen, vor allem auch im Internet sowie mehr Verständlichkeit im Arzt-Patienten-Gespräch, aber auch in allen anderen Gesundheitsberufen sein …  

Ingrid Fischbach ist neue Patientenbeauftragte 

Das Bundeskabinett hat Anfang Juli die Parlamentarische Staatssekretärin Ingrid Fischbach in das Amt der Patientenbeauftragten und Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung berufen. Sie übernimmt das Amt von Karl-Josef Laumann, der in Nordrhein-Westfalen zum Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales ernannt worden ist. Die 60-jährige Fischbach gilt als ausgewiesene Gesundheits- und Sozialpolitikerin und ist seit fast 20 Jahren Bundestagsabgeordnete im Deutschen Bundestag. Fischbach wird die neue Aufgabe mit viel Erfahrung und Leidenschaft angehen. Fischbach, 1957 in Wanne-Eickel geboren, ist seit 2013 Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, sie ist verheiratet und hat eine Tochter. (Quelle: patientenbeauftragter.de/B. Papayannakis ) …      

Die akute Pankreatitis – Ein interdisziplinäres Krankheitsbild 

-Von den Professoren P. Michl, J. Kleeff, J. Rosendahl, Halle – 
Prof. Kleeff, Prof. Rosendahl und Prof. Michl bei der Besprechung eines Patienten (v.l.n.r.)
Prof. Kleeff, Prof. Rosendahl und Prof. Michl bei der Besprechung eines Patienten (v.l.n.r.)
Die akute Pankreatitis ist eine der häufigsten gastroenterologischen Diagnosen, die zu einer stationären Behandlung im Krankenhaus führt. In den meisten Fällen hat die Erkrankung einen günstigen Verlauf und heilt vollständig aus. Kommt es durch die Erkrankung zur Ausbildung von Nekrosen („abgestorbenem Gewebe“) nimmt die Sterblichkeit an der Erkrankung zu und ist dann am höchsten, wenn Nekrosen bakteriell besiedelt werden. In dieser kurzen Übersicht wollen wir Ihnen einige neue Aspekte der Therapie von Patienten mit akuter Pankreatitis darle-gen. Die Aussagen beruhen im Wesentlichen auf einer kürzlich erschie-nenen Leitlinie (2). Ursachen Die häufigsten Ursachen einer akuten Pankreatitis in Europa sind das Gallensteinleiden und ein übermäßiger Alkoholkonsum. Andere Ursachen wie eine Erhöhung der Blutfettwerte (Triglyceride), Rauchen oder Medikamente sind selten Auslöser einer akuten Pankreatitis. Verursacht wird die Entzündung wahrscheinlich durch eine Freisetzung und Aktivierung von Verdauungs-enzymen innerhalb der Bauchspeicheldrüse, wodurch Entzündungsprozesse angestoßen

Lebensqualität trotz Leben ohne Bauchspeicheldrüse 

Prof. Daniel Palmes, René Hohenhausen und Matthias Erlenburg (v.l.n.r.)
Prof. Daniel Palmes, René Hohenhausen und Matthias Erlenburg (v.l.n.r.)
René Hohenhausen hat vierzig Jahre mit Bauchspeicheldrüse gelebt – in den vergangenen Jahren eher schlecht als recht, denn eine chroni-sche Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) bereitete ihm heftigste Schmerzen. Rund zwei Monate, nachdem ihm das Organ vollständig entfernt wur-de, kann es daher nur noch bergauf gehen: „Die kommenden vierzig Jahre werde ich hoffentlich besser ohne dieses Organ leben können“, sagt der junge Familienvater. In einer komplizierten fünfeinhalbstündigen Operation hatte Professor Palmes, Oberarzt an der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am UKM (Universitätsklinikum Münster) das Pankreas schließlich entfernt.

„Von Professor Palmes habe ich den Tipp bekommen, mich zur besseren Orientierung an den Patientenver-ein AdP zu wenden, der Bauspeicheldrüsenerkrankte berät.“ 


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