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Weltkrebstag: AdP fordert Vorsorgeuntersuchungen

Bauchspeicheldrüsenkrebs spielt bei der Krebsvorsorge keine Rolle

Bonn, 30. Januar 2023 – Die Einführung von Vorsorgeuntersuchungen auf Bauchspeicheldrüsenkrebs für Menschen ab 60 und die Entwicklung fester Vorgaben für die Nachsorge nach einer Pankreasoperation fordert die bundesweite Selbsthilfeorganisation AdP in Bonn anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar. „Im Bereich der Früherkennung passiert noch viel zu wenig“, kritisiert Lutz Otto, Vorsitzender des Arbeitskreises der Pankreatektomierten (AdP). Der AdP hat mit 10 anderen Krebsselbsthilfeorganisationen und deren Dachverband „Haus der Krebs-Selbsthilfe“ seinen Hauptsitz in Bonn und wird von der Stiftung Deutsche Krebshilfe umfassend gefördert.  Die Bauchspeicheldrüse spiele in der Krebsfrüherkennung bis dato keine Rolle, während es für andere Krebserkrankungen wie Brust- und Prostatakrebs systematische Reihenuntersuchungen gibt. „So etwas brauchen wir auch!“, fordert Otto. Aktuell erkranken rund 22.000 Menschen in Deutschland jedes Jahr am Pankreaskarzinom. Auch wenn sich die fünfjährige Überlebensrate verbessert hat, ist sie aktuell mit zehn Prozent noch sehr niedrig.
„Es gibt nach wie vor kaum Testverfahren, um Bauchspeicheldrüsenkrebs früher zu erkennen, was die Behandlungs- und Überlebenschancen erheblich verbessern würde“, so Otto. Zudem gebe es immer noch viel Unwissen und mangelnde Aufmerksamkeit auch unter Medizinern für diese schwere Krebserkrankung. „So berichten Erkrankte immer wieder von einem langen Leidensweg, weil zum Beispiel Hausärzte den geschilderten Beschwerden, die auf Bauchspeicheldrüsenkrebs hinweisen, nicht nachgehen, sondern sie als psychosomatisch einordnen. Weil eine mögliche Erkrankung der Bauchspeicheldrüse nicht in Betracht gezogen wird, geht wertvolle Zeit verloren“, so Otto. Mögliche frühe Symptome von Bauchspeicheldrüsenkrebs sind Schmerzen im Oberbauch oder Rücken, Appetitmangel und unbeabsichtigter Gewichtsverlust, Übelkeit, Gelbsucht, Fettstühle und die Entwicklung von Diabetes mellitus. All diese Symptome können auch andere Ursachen haben. Doch sollten Hausärzte eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse ebenfalls in Betracht ziehen und im Zweifel die Patienten zeitnah an einen Facharzt überweisen.
Auch feste Regeln und Vorgaben für die Nachsorge nach einer Pankreasoperation gebe es derzeit nicht. „Es gibt nicht einmal Richtlinien, wann nach einer OP etwa MRT-Aufnahmen durchgeführt werden sollen“, kritisiert der AdP-Vorsitzende. Es bestehe also noch erheblicher Aufklärungsbedarf und der Wunsch, die Forschung an OP-Methoden, Therapien und Nachbehandlungen zu verstärken.

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Der Arbeitskreis der Pankreatektomierten e. V. – Bauchspeicheldrüsen­erkrankte –

Die schwierige Situation nach einer Bauchspeicheldrüsen Operation brachte im Jahre 1976 Betroffene auf die Idee, unter dem Motto „Hilfe durch Selbsthilfe“ in Heidelberg den Arbeitskreis der Pankreatektomierten (AdP) zu gründen. Es war ein großer Vorteil, dass sich von Anfang an Ärzte verschiedener Fachrichtungen und Ernährungstherapeuten zur Mitarbeit bereit fanden. Seit Mai 1979 ist der AdP ein eingetragener Verein.

Das Ziel des AdP ist die Förderung der Gesundheit und Rehabilitation von partiell und total Pankreatektomierten sowie nicht operierten Bauchspeicheldrüsenerkrankten unter besonderer Berücksichtigung der Bauchspeicheldrüsen-Krebspatienten und ihrer Angehörigen.
Heute ist der Arbeitskreis der Pankreatektomierten e. V. mit seinen über 1.550 Mitgliedern eine Selbsthilfeorganisation für alle Patienten, bei denen ein Pankreaskarzinom oder eine andere Erkrankung der Bauchspeicheldrüse vorliegt oder vermutet wird.
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Zielsetzung des AdP

  • Hilfestellung bei der Förderung der Gesundheit und Rehabilitation von partiell und total Pankreatektomierten und nicht operierten Bauchspeichel- drüsenerkrankten
  • Bereitstellung von aktuellen Informationen über Bauchspeicheldrüsen- Erkrankungen in enger Zusammenarbeit mit Medizinern und Fachorganisationen
  • Möglichkeit bieten zum Erfahrungsaustausch für betroffene Patienten, Angehörige und interessierte Menschen
  • Aufklärungsarbeit leisten zu Themen welche Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse betreffen
  • Menschen mit einer Erkrankung an der Bauchspeicheldrüse Mut machen …
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