AdP-Mitglieder wandern auf Schusters Rappen

Am Montag, 02.07.2018, trafen sich die Mitglieder der Selbsthilfegruppe am Hotel Jagdschloss im Ostein`schen Naturpark, oberhalb von Rüdesheim, um einen Selbsthilfegruppenabend in Gottes freier Natur zu erleben. Mit einer, krankheits- und urlaubsbedingt, etwas dezimierten Mannschaft starteten wir den Spaziergang bei herrlichem Sommerwetter und reinster Waldluft.

Auf einer Stehle kann man über den Ostein`schen Park im Niederwald folgendes lesen: „Zwischen 1764 und 1791 schuf Karl Maximilian Graf von Ostheim im Niederwald mit Parlarchitekzuren und malerischen Wegen ein Gartenkunstwerk, das, dank seiner einmaligen Aussicht, zu einer wichtigen Inspirationsquelle der Rheinromantik wurde. Auf Fußwegen durch den alten Buchen- und Eichenbestand erreicht man nach rund drei Kilometer das 1883 eingeweihte Niederwalddenkmal mit der Germania“.

Der Weg führte, wer`s mochte, durch die Zauberhöhle. Sich nur auf den Tastsinn zu verlassen, ist schon eine Herausforderung durch das stockdunkle Labyrinth zu gehen, wohlwissend der Blessuren die man sich beim Anstoßen an der Decke oder Wand zuziehen kann.

Weiterhin kann man zur Zauberhöhle lesen: „Mitten in einem dichten Gebüsch erscheint plötzlich eine versteckte Tür! Nur gebückt und vorsichtig tastend gelangt man durch den 60 Meter langen, gewundenen, dunklen Gang. Vorbei an der Figur eines Zauberers trat der Reisende des 18. Jahrhunderts schließlich aus dem Dunkel in einen lichten Raum, der die „Erkenntnis“ versinnbildlicht. Auch wenn der Zauberer heute fehlt, ist der verwunschene Pfad durch die Zauberhöhle ein Erlebnis“.

Erleichtert, aber auch stolz, konnte man spüren nachdem man dieses Hindernis bezwungen hatte. Nach einer kurzen Rast am Rittersaal

Auch hier ist zu lesen: „1792 lies Graf Osthein nach Entwürfen von Francois Ignace Mangin auf der Klippe den Rittersaal errichten, einen kleinen gotisierten Bau mit Spitzbogenfenster und Kreuzgewölbe, von dem heute nur noch die Grundmauern zeugen“.

von der man einen wunderschönen Blick auf`s Schweizerhaus und die Gerhardshöfe auf der anderen Rheinseite hat. Schließt man die Augen, so kann man sich vorstellen wie der „frühe“ Wanderer auf gewundenen Pfaden durch einen düsteren Urwald irrend in verschiedenen Szenerien eintauchte. In vielen Reiseberichten ist die Urwüchsigkeit und Wildheit des Niederwaldes mit seinen alten knorrigen Eichen Gegenstand des Betrachters. Zahlreiche Alteichen stehen heute noch als Naturdenkmal unter Schutz.

Die über tausend Jahre alt werdenden Bäume waren in vielen Kulturen heilig und Symbol für Beständigkeit. Dem Grafen dienten die Eichen als perfekte Kulisse um das Mittelalter und seine Familiengeschichte zu inszenieren. Unter all diesen Eindrücken erreichten wir kurze Zeit später die „Rossel“.

Welch eine Überraschung, als uns hier der Bürgermeister der Stadt Rüdesheim am Rhein, Herr Volker Mosler, empfing. Er öffnete für uns zum Dank für die stete ehrenamtliche Arbeit in der AdP die Tür in die Rossel und ermöglichte uns den Aufstieg auf die Aussichtsblattform. Dies ist ein besonderes Entgegenkommen, da das Gebäude und der Aufstieg für den Touristen und täglichen Besucher geschlossen ist. Die Räumlichkeit wird gelegentlich für repräsentative Zwecke genutzt.

Zur Rossel ist zu lesen: „Auf der Felsenkuppe entstand zunächst ab 1774 ein „Lustgewölbe“, das ab 1787 durch eine turmartige künstliche Ruine in gotisierenden Formen ersetzt wurde: die Rossel. Die pseudomittelalterliche Szenerie von der Kulisse der schroffen Felsen, des tief im Tal tosenden Stromes, des sagenumwobenen Mäuseturms sowie der „echten“ Ruine Ehrenfels, sollte die Besucher in Staunen und Schrecken versetzen und an die eigene Vergänglichkeit erinnern“.

Von der oberen Plattform hat man einen herrlichen Blick auf den sich tief unten dahinziehenden „Vater Rhein“ mit seinen Fracht- und Personenschiffen, auf die Stadt Bingen mit seiner Burg Klopp, dem Mäuseturm auf einer kleinen Insel im Rhein und der Burgruine Ehrenfels sowie das grün der Wälder von Rheinhessen und des Hunsrücks. Weit im Hintergrund war die flache Erhebung des Donnersberges zu erkennen, der unweit der Toren von Kaiserslautern liegt. Man konnte sich an diesem lauen Sommerabend gar nicht genug satt sehen schier der nicht enden wollenden herrlichen Aus- und Weitblick`s.

Nur mit Mühe und viel Überzeugungsarbeit konnte ich die Teilnehmer überreden sich einen Stock nach unten zu bewegen, denn hier war ein kleiner Imbiss vorbereitet. Die im Rheingau bekannten drei W´s (Weck, Woscht, Woi) warteten darauf verspeist und getrunken zu werden. Wer wollte, aber nur wer wollte, konnte auch den guten Wein durch Wasser ersetzen.

Es fing langsam an zu dämmern, als man sich endlich entschloss wieder zurück zu unseren am Hotel Jagdschloss geparkten Autos zu wandern.

Die war wieder einmal eine Veranstaltung die, so die Meinung der Teilnehmer, auch im kommenden Jahr wiederholt werden sollte. Für alle nicht dabei gewesenen Mitglieder und Interessenten kann ich nur sagen, dass es sich für diese Veranstaltung lohnt auch einmal ein paar Kilometer zu fahren.

Zur Schluss noch eine Aufzeichnung aus dem Tagebuch von Phillipp Wilhelm Gerecken bei einer seiner vielen Reisen entlang des Rheins in den Jahren 1778 – 1789:

„Zwischen den hohen belaubten Schattengängen, die sich bald in einer langen Aussicht fortziehen, bald in schmalen Krümmungen dahinwinden, bald sich zu labyrintischen Gängen verlieren, bald mit in geschlossenen Parthien schön stehenden Bäumen von Buchen, Tannen und Eichen abwechseln, stößt man ganz unvermutet auf Eremitagen, Ruinen und Hütten, die hin und wieder in edler Einfalt Aug und Herz beschäftigen“.

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