Illumination am Tor zum Weltkulturerbe „Oberes Mittelrheintal“

Illumination aus Anlass des Welt-Pankreaskrebstages 2020 am Tor zum Weltkulturerbe „Oberes Mittelrheintal“

Zum 7. Mal wiederholte sich am 19.11.2020 der weltweite Gedenktag an den gefährlichen Pankreaskrebs. 2013 trafen sich Vertreter verschiedener Organisationen in Genf, um gemeinsam einen Weg zu finden, die Öffentlichkeit für die Erkrankung zu sensibilisieren. Übereinstimmend kam man zu der Überzeugung, dass ein besonderer Tag ins Leben gerufen werden muss.

Es wurde ein internationaler Arbeitskreis gegründet, der sogleich den Welt-Pankreaskrebstag (WPCD – World Pancreatic Cancer Day) ins Leben rief, der erstmals am 13. Nov. 2014 stattfand, auch bei uns in Deutschland. Im Mai 2016 erfolgte die Umbenennung des internationalen Arbeitskreises in WPCC – World Pancreatic Cancer Coalition. Heute setzen sich weltweit 90 Organisationen aus über 35 Ländern und 6 Kontinenten ein und fordern, dass man Bauchspeicheldrüsenkrebs schneller erkennt, behandelt und intensiver nach neuen Therapieansätzen forscht.

Was wollen wir mit dem Welt-Pankreaskrebstag erreichen?

Unter den 7 aufgeführten Schriftblasen verkörpert sich die wesentliche Tätigkeit, die die Organisatoren mit Veranstaltungen im Rahmen des Welt-Pankreaskrebstages erreichen möchte.
Diese sind unter anderem die „Illumination von weltweit besonders sehenswerten Objekten“, die Veranstaltung „Deutschland läuft für den Welt-Pankreaskrebstag“ und viele Präsentations- und Diskussionsveranstaltungen in Kliniken und Hospitälern. Auch die AdP- Regionalgruppe 65 Wiesbaden / Rheingau beteiligte sich zum 2. Mal an dieser Veranstaltung mit einer Illumination verschiedener sehenswerter Objekte am südlichen Tor zum Weltkulturerbe „Oberes Mittelrheintal“

Wiederholt wurde an diesem Abend bis in die Morgenstunden des Folgetages das Niederwalddenkmal in lila, weltweit im Volksmund als Pankreasfarbe bekannt, angestrahlt. Das Niederwalddenkmal, mit der Germania auf dem Sockel, ist für die deutsche Geschichte ein symbolträchtiges Monument und liegt am Rand des Landschaftsparks Niederwald, dem Osteinschen Park. Das Denkmal sollte an die Einigung Deutschlands 1871 erinnern und wird jährlich von tausenden von Besuchern aus der ganzen Welt besucht. 

Erstmals mit bei der Veranstaltung war auch die Brömserburg in Rüdesheim. 

Die Brömserburg (auch Niederburg genannt) wurde nachweislich in der Zeit von 1044 bis 1216 erbaut. Dies wurde bei der Untersuchung eines Erlenpfahls, der in den Fundamenten des Südturms entdeckt wurde, ermittelt. Die Thesen, dass die Burg als frühmittelalterlicher königlicher Salhof vor 980 erbaut wurde ist nicht urkundlich belegt. In dieser frühen Zeit fand nie eine durchgehende Bewohnung statt. Die Erbauer, Ritter von Brömser, wohnten nie in diesem Gebäude, ihr Wohnsitz war etwas abseits in einem anderen stattlichen Gebäude in Rüdesheim. Da in dieser frühen Zeit der Rhein bis an die Südfront reichte, wurde sie als Wasserburg mit einer Ringmauer und Graben versehen. In der gesamten Zeit bis heute hatte die Burg viele Besitzer, unter anderem die Erzbischöfe von Mainz, Emmerich von Metternich und die Grafen von Ingelheim u.v.a.m., bis sie 1941 in den Besitz der Stadt Rüdesheim wechselte.
Ob eine Bewohnung ab 1811 durch den Grafen von Ingelheim erfolgte ist nicht belegt, fest steht allerdings, dass die Burg bis zum Jahr 1937 dann doch von verschiedenen Besitzern bewohnt war.
Einige Jahre später, ab 1950, beherbergt sie das „Rheingauer Weinmuseum“ mit Ausstellungsstücken zur Weinkultur von der Antike bis zur Gegenwart.
Die heutigen Betreiber beleben die Burg mit ihrem großen, parkähnlichen Freigelände durch Livemusik und laden zu gemütlichem Verweilen bei einem guten Glas Wein ein. Die abgebildete Skulptur, Legelträger im Weinberg, aus Naturstein gearbeitet, fügt sich harmonisch in das Gesamtgelände ein.
Erfreulicherweise reihte sich auch ein sehr bekanntes Rüdesheimer Weinlokal, Hotel Lindenwirt, in der Drosselgasse gelegen, in den Veranstaltungsreigen mit ein.
Somit sind zwei Gebäude und ein Monument aus Rüdesheim am Rhein am südlichen Tor zu Weltkulturerbe „Oberes Mittelrheintal“ an der weltweiten Illumination beteiligt.
Hierzu möchten sich die Veranstalter der AdP Regionalgruppe 65 recht herzlich bei Fam. Ohlig vom Hotel Lindenwirt, beim Bürgerkonsortium Brömserburg sowie bei der Fa. Showtec Bernhard Gmbh Jung und Herrn Domschke von der Hessischen Burgen- und Schlösserverwaltung bedanken. Ebenso möchten sich Ansgar Geilich, Regionalgruppenleiter und Michael Husmann, stellvertretender Regionalgruppenleiter bei Ministerin Frau Angela Dorn, Hessisches Ministerium für Wirtschaft und Kultur und beim Mitglied des Landtages Frau Petra Müller-Klepper für die hervorragende Zusammen- und Mitarbeit recht herzlich bedanken.
Es dürfte nicht erstaunen, dass das Team der Regionalgruppenleitung gedanklich schon an der Planung für das kommende Jahr arbeitet.

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